Innovative Logistikkonzepte

Innovative Logistikkonzepte: Pull-Flow-Prinzip bei Frauenthal Automotive

Als strategischer Partner der Nutzfahrzeugindustrie bietet Frauenthal Automotive innovative Logistikkonzepte wie das Pull-Flow-Prinzip, das beispielsweise im Federnwerk Châtenois für einen europäischen LKW-Hersteller seit mehr als eineinhalb Jahren erfolgreich betrieben wird.

Als innovativer Partner ist es das erklärte Ziel von Frauenthal Automotive, den Nutzen für den Kunden zu erhöhen. Auf Wunsch eines europäischen Nutzfahrzeugherstellers wurde am französischen Federnstandort Châtenois im Oktober 2012 das Pull-Flow-Prinzip implementiert, das sehr erfolgreich läuft. „Für anspruchsvolle Vorhaben solcher Art ist Frauenthal Automotive der richtige, zuverlässige Partner. Mit dem Pull-Flow-Ansatz bieten wir unseren Kunden einen deutlichen Mehrwert“, betont Matias Mosesson, CSO und CTO Frauenthal Automotive.

Verringerte Lagerkosten und flexible Produktion
Ausschlaggebend für die Initiierung des Projekts waren finanzielle Aspekte wie ein verringerter Lagerbestand und dadurch weniger gebundenes Kapital sowie minimierte Kosten für Lager und Transport. Außerdem war es das Ziel des Kunden, die Lagerflächen zugunsten von Fertigungsfläche zu reduzieren und seine Produktionsflexibilität zu verbessern. Beim Pull-Flow Prinzip ist der Wertstrom nach dem Fluss-Prinzip organisiert, was einen kontinuierlichen und geglätteten Ablauf der Fertigung gewährleistet. Produziert wird nur bei Bestellung des Kunden bzw. wenn das definierte Minimum des Lagerbestandes erreicht wird. Aus Kundensicht gesehen zieht (englisch: pull) man die Produkte durch die Produktion, anstatt sie durch Planungsvorgaben in die Fertigung zu drücken (englisch: push). Dadurch erreicht man eine 100-prozentige Liefertreue.

Lieferantenlager in unmittelbarer Nähe des Kunden
Die Produkte werden nicht mehr vom Kunden abgeholt. Stattdessen transportiert Frauenthal Automotive die Komponenten in ein Lieferantenlager – das sogenannte Supplier Advance Warehouse (SAW), das sich nur einige hundert Meter von der Kundenproduktionslinie entfernt befindet. Gemeinsam mit Frauenthal Automotive lagern dort auch 19 andere Lieferanten ihre Komponenten. Es gibt einen definierten Minimum- und Maximumlagerbestand, innerhalb dieser Bandbreite fallen keine Lagerkosten an.

Neue IT-Lösungen
Das komplexe Projekt hatte eine Vorlaufzeit von über einem Jahr. Es gab sehr viele Abstimmungsgespräche sowohl mit dem Kunden aber auch intern quer über die Funktionen. Voraussetzung ist, dass jeder den Gesamtprozess begonnen bei der Rohmaterialbeschaffung bis hin zur Lieferung des fertigen Produkts zum Kunden genau kennt. Eine sehr große Herausforderung war die Anpassung des IT-Systems, um die reibungslose Kommunikation und den Datenaustausch mit dem Kunden und dem SAW zu gewährleisten. Um diese neuen Anforderungen zu erfüllen, schaffte Frauenthal Automotive neue SAP-Module an.